Bierbrauen

Herttel pyrprew aus dem Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung von 1425

Die Bierbreuwer / Bierbrauer, aus Jost Ammans Ständebuch 1568

Bier wird seit Jahrtausenden rings um den Erdball gebraut.
Erst die Entstehung des mittelalterlichen Städtewesens schuf die Voraussetzungen zur Entstehung beziehungsweise Verbreitung des Braugewerbes.
Vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert war Wien eine Hochburg der Bierbrauer; heute befindet sich in Wien nur eine einzige Großbrauerei (Ottakringer Brauerei).
Das Bürgerspital, das im Mittelalter auf das Brauen ein Monopol erhielt, finanzierte sich nicht zuletzt aus seinem Brauhaus. Im Burgfried fand die Biererzeugung in der Frühen Neuzeit in einigen weiteren Brauhäusern statt. Die Sperrstunde wurde von der "Bierglocke" zu St. Stephan eingeläutet (1330-1772).

Bierwirtsjung Kupferstisch 1775

Die entscheidende geschmackliche Veränderung wurde im Spätmittelalter durch die Beigabe von Hopfen erzielt (der ursprünglich nur in Norddeutschland verwendet worden war).
Eine der Hauptursachen für die relativ geringe Beliebtheit von Bier war (trotz zahlreicher privater und klösterlicher Brauereien in Wien) seine geringe Qualität und Haltbarkeit.
Seit Mitte des 16. Jahrhunderts war der Bierverbrauch im Steigen begriffen, vor allem als es ins Bürgertum Eingang fand; 1701 gab es innerhalb der Mauern 27 Bierhäuser. Um 1730 schätzt man den jährlichen Bierkonsum in Wien auf etwa 65 Liter pro Kopf; 1732 unterschied man Bier aus Weizen, Gerste und Hafer; 1736 wurde in Wien noch dreimal soviel Wein als Bier getrunken. Ende des 18. Jahrhunderts war der Bierkonsum bereits größer als jener von Wein.


Der Internationale Tag des Bieres
(engl. International Beer Day) findet jährlich am ersten Freitag im August statt.





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